Freitag, 8. Juli 2011

Washington D.C.




Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich endlich Urlaub. Es ging nach Washington D.C. über das Unabhängigkeits-Wochenende vom 30. Juni bis zum 06. Juli.
Es war klasse, spitze, toll, genial, großartig, wunderbar, super, beeindruckend, brilliant, …..
Aber von Vorne:
Am Mittwoch hieß es erstmal packen. Ich habe das Erstaunliche vollbracht und Alles was ich mitnehmen wollte in meinen Rucksack bekommen. Und mein Rucksack ist nicht der größte.
Am Donnerstag ging es dann um 12 Uhr direkt von der Arbeit los zum Flughafen in New Bern. Bis dahin alles im grünen Bereich. Eingecheckt, durch die Security und warten.
Dann ging es los: Der Flug hatte neunzig Minuten Verspätung. Dadurch musste ich meinen Anschlussflug umbuchen. Zuerst bekam ich durch den super netten Mann der Hotline einen Flug mitten in der Nacht. Nach einigem Diskutieren bekam ich dann einen früheren Flug. Zwar nicht zum Baltimore Airport sondern zum Dulles Airport, was aber für meine Gastgeber wesentlich praktischer war. In der Wartezeit in New Bern habe ich mit einer Frau geredet, die – für New Berner Verhältnisse – eine sehr komplexe Sicht auf die Welt hatte. Es war sehr interessant und witzig mit ihr zu reden.
Dann noch einmal Sicherheitskontrolle und es ging los nach Charlotte. In Charlotte angekommen gab es eine kleine Stärkung bei  Starbucks. Yummy der Frappuchino und der Cookie sind da einfach genial. Zurück am Gate wurde es immer lustiger. Mein Flug nach Dulles wurde gecancelt. Die nette Frau am Schalter meinte ich müsste übernachten und Freitag früh fliegen. Aber ich sollte doch die Leute an der Information fragen. Nach einer Stunde warten vor der Information hieß es dann: Sie sind Stand By bei dem nächsten Flug nach Dulles und wenn Sie da nicht mitkommen, haben Sie eine feste Buchung für den Flieger gegen Mitternacht nach Baltimore. Ein Glück habe ich in letzter Minute noch einen Platz in dem früheren Flieger bekommen. Die Frau die bei diesem Flug neben mir saß war auch sehr nett. Sie kam ursprünglich aus Libyen und ist nun Managerin eines Unternehmens die Hubschrauberflüge im Nahen Osten koordinieren. Sie brachte mich auch dann ans Gepäckband weil der Flughafen Dulles wirklich riesig ist (oder kam mir zumindest so vor).
Dort traf ich dann meine „amerikanische Familie“ Nancy und Tom. Die beiden sind sofort super nett und freundlich zu mir gewesen, dabei habe ich sie vorher noch nie gesehen. Ich war froh, als wir dann in Herndon (Virginia) angekommen waren. Fix und alle und fürs erste Schnauze voll vom Fliegen.
Zu Nancy und Tom. Die beiden sind Freunde meiner Tante und haben mir angeboten während meines Washington Aufenthalts bei ihnen zu wohnen. Das war das Beste was mir passieren hätte können. Sie waren (und sind immer noch) so nett, ihr Haus ist wirklich knuffig und ich konnte mich so richtig erholen.
Nancy & Tom
Am Freitag war erst mal lange ausschlafen angesagt. Danach gemütlich mir Nancy in einem –für mich- echten Laden einkaufen gewesen. Nicht so was wie Walmart. Da gab es so richtig gutes Essen. Apropos Essen: zum Mittag Essen gab es dann auch Tomate mit Mozzarella und Oliven. Sooo gut. Abends sind wir drei dann noch in der Nähe einen Kaffe trinken gewesen. Es war ein richtiger Urlaubsabend. Und im Gegensatz zu New Bern ist die Luftfeuchtigkeit ertragbar. Bei reiner Hitze und wenn es abends dann wieder kälter wird kann man einfach viel trinken und es geht. Aber Hitze plus Feuchtigkeit macht mich immer fertig und lässt mich in eine ich-bewege-mich-keinen-Zentimeter-mehr-wie-nötig-Starre verfallen.
Am Samstag bin ich mit Tom und Jenna (seiner Tochter) nach Washington D.C. gefahren. Auf meinen Wunsch hin haben wir das Crime and Punishment Museum (Verbrechens- und Bestrafungsmuseum) besucht. Es war klasse. Von den ganzen Gangstern im Wilden Westen (die ich Dank Lucky Luke fast alle kenne), über diverse Bankräuber und Mafiosos hin bis zu den Serienmördern. Und wem das nicht schaurig genug war konnte dann die ganze Bandbreite der Todesstrafen betrachten. Das anschließende „Wie man einen Verbrechen nachweist“ kann jeder der ab und wann Krimi guckt getrost überspringen. Für mich also auch nix Neues.
Crime & Punishment
Nach dem Museum habe ich noch eine Auto-Tour durch Washington bekommen. Warum "nur" im Auto wurde mir dann einige Tage später klar. Washington D.C. ist wirklich großartig. Soviele rießige Gebäude. Alles ist einwenig auf alt getrimmt, macht aber nichts. Wir waren noch an einem Platz Namens Gravelly Point. Wenn ein Flugzeug auf dem Ronald Reagan Washington National Airport landet, fliegt es genau über einen drüber, wenn man an diesem Punkt steht. Man kann von dort auch das Washington Monument und das Capitol sehen. Wir sind noch durch Georgetown gefahren und ich hab mich gleich darin verliebt. Die kleinen läden und Cafe's, die "alten" Gebäude und die so verschiedenen Menschen. Es hat einen ganz besonderes Flair. Die Kirche, die wir dort angeschaut haben war auch wirklich schön und beeindruckend.

Sonntag war ein fauler Tag. Ich habe viel gelesen und viel nix gemacht. Abends waren wir in Alexandria. Wir waren essen im "Hard Times". Ich habe Chilli bestellt und bekam Spaghetti mit Hackfleisch, Bohnen und Mais. Ich habe es mit Ketchup essen müssen. War etwas gewöhnungsbedürftig. Danach sind wir noch eine Runde spazieren gegangen.

Yummy?
Am Montag war der 4te Juli. Independence Day. Tag der Unabhängigkeit. Wir sind stolz auf uns. Auf was auch immer. Naja, egal. Ich habe eigentlich nicht viel gemacht. Wieder gelesen und sich bekochen lassen. Luxusleben. Im Vorraus hat man schon viele Flaggen, Luftballons, Plakate etc. gesehen. Ich habe abends das große Feuerwerk angeschaut. Ging über 20 Minuten. Ich meine das ist schon schön, aber nach einer Weile hört es sich für mich immer nach Krieg an. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Am Dienstag bin ich früher aufgestanden, weil ich die Stadt erkunden wollte. Ich bin mit dem Metrobus nach Washington zum L'Enfant Plaza gefahren. Von dort aus bin ich dann zum Capitol, dann zum Washington Monument, dann zum World War II Memorial, dann zum Lincoln Memorial (voll die Pleite, kein Wasser im Becken), dann zum Jefferson Memorial und dann zum Weißen Haus und danach noch zu einem German Shop. Das waren an die 12 Kilometer in 5 Stunden. Und es war warm. Heiß. Sehr heiß. Ich habe heute noch (drei Tage später) Muskelkater und laufe wie ein Cowboy. Aber es war es wert. Extreme Sightseeing.
Dann mit der Metro zum L'Enfant Plaza und mit dem Metrobus zurück nach Virginia. 
Abends haben mich Tom und Nancy noch zum Essen eingeladen bei Makaroni Grill. Das ist zwar eine Kette, aber trotzdem richtig lecker. Nach Spaghetti, Eis und Kaffee war dann auch der Dienstag zu Ende.
Das Capitol

Das weiße Haus
Das Jefferson Memorial
Pleite: kein Wasser vor dem Lincoln Memorial
Mittwoch war Abreisetag. Nach einem schnellen Mittagessen ging es los. Mein Rückweg nach New Bern war aber noch abenteuerlicher wie der Hinweg. Auf dem Weg zum Airport lief ein Mann mit einer Shortgun und einem Vorschlaghammer Amok. So fing es an. Deswegen mussten wir einen Umweg fahren. Ich kam aber pünktlich an. Einchecken, Sekurity, Gate suchen.... Dann war mein Flieger zu spät. Aber nur eine halbe Stunde, also nicht dramatisch. Kurz vor dem "Bitte Ihr Handy ausschalten" kam noch ein Anruf, dass mein Anschlussflug gecancelt sei. In Charlotte angekommen stand nichts auf den Tafeln und auch am Gate war alles ok. Bis fünf Minuten vor dem Flug. Flug gecancelt. Wieder in die Schlange vor der Information stehen und warten. Habe dann nach einiger Diskussion einen Stand By Flug nach New Bern um 10 Uhr abends (20 Leute auf der Stand By Liste), einen Stand By Flug nach Jacksonville um halb Elf abends (5 Leute auf der Stand By Liste) und einen sicheren Platz in der Maschine nach New Bern am nächsten Tag um vier Uhr Mittags. Während der ganzen Warterei habe ich einige nette Marines kennengelernt, die alle mal in Deutschland stationiert waren. Den Flieger nach New Bern habe ich natürlich nicht bekommen. Bei dem Flug nach Jacksonville war das Problem: Wer holt mich bitte mitten in der Nacht ab? Zum Glück war einer von Bosch im selben Flug und der wollte auch nach New Bern fahren. Gut. Während dem Flug noch nett mit einer Mutter geredet die in Seattle wohnt und Eltern in Hawaii hat. Neid. Naja. In Jacksonville angekommen gab es keine Leihwägen mehr. Aber ein Marine war dann so nett und hat seinen Vater gefragt und der hat uns Schluss endlich alle nach New Bern gefahren. Um halb drei Uhr Nachts war ich dann wieder in New Bern.


 War ein klasse Urlaub


Meine zweite Heimat: der Flughafen in Charlotte




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